Netzwerk Ökolandbau Schleswig-Holstein

Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

In unserem Februar-Newsletter haben wir wieder viele spannende Informationen, Termine und Veranstaltungen zum Ökolandbau für Sie zusammengestellt.

Gern möchten wir Sie auf die Ökolandbautagung am 27.02.2023 hinweisen, veranstaltet vom Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz. Das Netzwerk Ökolandbau ist dabei und vielleicht sieht man sich dort. Es erwarten Sie viele spannende Themen und Referenten.

Viel Spaß beim Lesen.

Herzliche Grüße

Maraike Peters & Ida Herzberg

 

 

 
 
 

Der Mehrwert von Bio - Lebensmitteln in Außerhaus- und Gemeinschaftsverpflegung

Der Einsatz von Bio - Lebensmitteln in der Außerhaus- und Gemeinschaftsverpflegung bietet nicht nur die Chance neuer Absatzmöglichkeiten für ökologisch erzeugte Lebensmittel. Er bietet auch einen großartigen Mehrwert für alle Beteiligten der Wertschöpfung. Denn biologische Lebensmittel haben in der Regel eine günstigere Nährstoffzusammensetzung, sind nicht mit Pestiziden belastet und  haben einen niedrigeren Nitratgehalt (FiBL; Dossier 2021/Nr. 1405). Im Anbau verzichtet der Öklolandbau gezielt auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln. Die Konsequenz daraus ist ein niedrigeres Risiko von Schadstoffrückständen zum Beispiel auf der Schale von Obst und Gemüse. Gerade in diesen stecken wiederrum viele Vitamine und es empfiehlt sich, sie mit zu verzehren (BLE; Februar 2021). Studien belegen weiter, dass Tierhaltungssysteme mit viel Grünfutter, wie üblich im Ökolandbau, den Gehalt an ungesättigten Fettsäuren erhöhen in Milch und Fleisch (FiBL 2021). Gerade der Gehalt an gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren ist in Bio-Milch auffallend hoch (topagrar;2018). Neben Leistungen für den Umwelt- und Klimaschutz (Thuenen, Dossier 2022), setzt man sich in der ökologischen Lebensmittelwirtschaft für den Erhalt alter Sorten ein und unterstützt regionale Wertschöpfungsketten. Mehr erfahren

 
 

Stabile Preise bei ökologisch erzeugten Lebensmitteln

Eine Studie des Bundes Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) zeigte jüngst, dass viele Bio-Lebensmittel preisstabiler sind als ihr konventionelles Pendant. Das zeigte sich besonders deutlich bei Möhren, Äpfel, Butter, Milch und Eier. Bio-Lebensmittel wirken als Inflationsbremse, so Tina Andres vom Bio - Spitzenverband BÖLW und fügt hinzu, dass dieses Potential dringend genutzt werden sollte (BÖLW - Pressemitteilung, 18.01.2023). Mehr erfahren

 

Aussteller für das Bio-Areal auf der Norla 2023 gesucht

Vom 31. August bis 3. September 2023 findet in Rendsburg die Landwirtschaftsmesse Norla statt. Auch in diesem Jahr organisiert das Netzwerk Ökolandbau SH den Gemeinschaftsstand der Aussteller aus dem Öko-Sektor.

Um ein attraktives Bio-Areal zu gestalten, möchten wir hiermit bio-zertifizierte Unternehmen zur Teilnahme einladen. Es besteht auch die Möglichkeit, an einzelnen Tagen am Gemeinschaftsstand teilzunehmen. Für geringe Standgebühren wird auch dieses Jahr eine Förderung über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) beantragt.

Bei Interesse und Fragen bitte zügig melden, damit wir in die weitere Organisation einsteigen können.

Sie erreichen uns telefonisch unter 01517 2879452 oder  info@oekolandbau-sh.net.

Wir freuen uns auf Sie.

 

Neuer Leitbetrieb des Netzwerkes Ökolandbau Schleswig-Holstein

Foto: Dennis Wachholz

Das Netzwerk Ökolandbau Schleswig-Holstein hat einen weiteren interessanten Leitbetrieb dazu gewonnen: die Solidarische Gemüsegärtnerei von Natalie Adams und Dennis Wachholz aus Ziethen bei Ratzeburg. Der Demeter-Betrieb hat eine eigene Jungpflanzenaufzucht, nutzt Transfermulch, Zwischenfrüchte und Untersaaten im Gemüse und hat in den Folientunneln eine automatische Beregnung. Momentan hat die Solawi 230 Mitglieder - das frische Gemüse wird immer mittwochs an den beiden Standorten bei Ratzeburg und Lübeck bereitgestellt. Mehr erfahren

 

Vom Acker bis zum Teller. Mit Bürgeraktien!

Nils und Elena Zydek erwecken in Hüsby bei Schleswig einen alten Bio-Hof zu neuem Leben. Die Regionalwert AG Hamburg unterstützt sie finanziell – und mit Vermarktung im Netzwerk. Foto: Uta Gleiser

Über 1.600 Menschen, Firmen und Organisationen aus dem Norden sind schon dabei. Sie machen die Ernährungswende selbst – als Aktionärinnen und Aktionäre der Regionalwert AG Hamburg.  Beispiele aus Schleswig-Holstein zeigen, wie das funktioniert.

Die Idee ist eigentlich ganz einfach: Bürgerinnen und Bürger, Bauernhöfe, Lebensmittelverarbeiter und Restaurants tun sich zusammen und bauen ein Netzwerk auf. Vom Acker bis zum Teller, von der Landwirtin bis zum Verbraucher. Das ist die Regionalwert-Idee, die es seit 2014 auch bei uns im Norden gibt: mit der Regionalwert AG Hamburg. Die Regionalwert AG gibt regelmäßig Bürger-Aktien aus – nicht börsennotiert natürlich. Mit dem Geld baut sie einen Wertschöpfungsverbund auf. Landwirtschaftliche Betriebe bilden dabei die Basis. Mehr erfahren

 

ELER Beratungsförderung Ökolandbau 2023 kann gebucht werden

Jetzt kann die geförderte Ökolandbau-Beratung in Schleswig-Holstein für Landwirtschaftsbetriebe und Gartenbaubetriebe genutzt werden. Es stehen 38 fachlich qualifizierte Beratungskräfte bereit. So hat der ÖKORING als Beratungsträger hat zusammen mit Bioland, Demeter, Naturland, Biopark und der Landwirtschaftskammer SH vom Landwirtschaftsministerium MLLEV den Zuschlag für die ELER Ökolandbau-Beratungsförderung 2023 in Schleswig-Holstein erhalten. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat es zahlreiche Verbesserungen in der aktuellen Projektlaufzeit gegeben: Die Beratungsmodule sind 100 % kostenlos. Das Gesamtvolumen ist vom MLLEV zum Jahr 2023 deutlich aufgestockt worden, sodass Wartelisten hoffentlich der Vergangenheit angehören. Es können grundsätzlich 2 (teilweise 3) Beratungsmodule je Betrieb angemeldet werden. Es ist jetzt möglich auch geförderte ELER Beratung zu nutzen, wenn bereits schon eine Direktvermarktung auf dem Hof besteht. Auch Förderanträge im Ökolandbau können z. T. mit über die ELER Beratungsförderung abgedeckt werden. Mehr erfahren

 

Mobile Geflügelschlachtung

Die Mobile Geflügelschlachterei der Familie Flentje aus Niedersachsen führt Schlachtungen von Enten, Hähnchen und Gänsen auf konventionellen und ökologischen Betrieben durch. Durch den Wegfall des Transportes erleiden die Tiere weniger Stress und auch die Geflügelhalter haben weniger Aufwand. Das Schlachtmobil fährt auch nach Schleswig-Holstein.

Schlachttage sind derzeit Mittwoch, Donnerstag und Freitag. Zusätzlich einmal im Monat auch samstags.

Ansprechpartner:

Julius Betteldorf  0152-09 17 19 68

Iris Flentje          0152-09 43 70 45

Email:                kontakt@flentjes-mobile-gefluegelschlachtung.de

Mehr erfahren

 

Studie: Umwelt- und Klimawirkungen der Ökologischen Landwirtschaft

Eine aktuelle Studie der TU München beleuchtet die  Umwelt- und Klimawirkungen des Ökolandbaus im Vergleich zur konventionellen Wirtschaftsweise. Es wird aufgezeigt, dass die Ausdehnung des Ökolandbaus einen wichtigen Beitrag zur Lösung drängender Umweltprobleme leistet und Umweltkosten für die Gesellschaft einspart. So belaufen sich die Kosteneinsparungen wegen der geringeren Stickstoff- und Treibhausgasemissonen im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft auf 750 bis 800 Euro je Hektar und Jahr. Für die gesamte Öko-Fläche in Deutschland ergibt sich damit bereits jetzt ein eingesparter Betrag in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Es sei wichtig, die vorhandene Anbaufläche zu erhalten und den Absatz von Bio-Produkten zu fördern und zu stabiliseren. Um die Potentiale des Ökolandbaus zu nutzen, seien dringend stärkere Investitionen in Forschung und Innovation erforderlich.

Zur Studie

 

 

Kritischer Agrarbericht 2023

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche hat das AgrarBündnis den Kritischen Agrarbericht 2023 vorgestellt. Der Bericht dokumentiert jährlich die Vielfalt der politischen Debatte zu Landwirtschaft und Ernährung. Er formuliert fundierte Kritik am derzeitigen Agrarsystem, benennt aber auch Konzepte, Ideen und gelungene Praxisbeispiele, wie es anders gehen könnte. Einen besonderen Schwerpunkt legt der Kritische Agrarbericht diesmal auf das Thema Landwirtschaft & Ernährung für eine Welt im Umbruch.

https://kritischer-agrarbericht.de/agrarberichte/2023

Quelle: AgrarBündnis e.V.

 

Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler

Alle Schülerinnen und Schüler von Klasse 3 bis 10 aller Schulformen sind zum Wettbewerb eingeladen. Egal, ob im Klassenverband, in der Kleingruppe oder als Solist oder Solistin. Auch außerschulische Gruppen können teilnehmen.

Motto dieser Runde ist "Essen macht Schule! Bio, vielfältig und gesund!". TeilnehmerInnen können Lieder, Filme, Spiele Ptojekttage oder Ausstellungsexponate  zu den Themen Ökolandbau und Pausenverpflegung einreichen.

Einsendeschluss ist der 1. April 2023.

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Die aktuellen Termine im Überblick