Netzwerk Ökolandbau Schleswig-Holstein

Liebe Interessierte des Netzwerkes Ökolandbau Schleswig-Holstein,

wenn Sie Ihren Pflanzenschutz-Sachkundenachweis verlängern möchten, können Sie gerne an unserem Pflanzenschutz-Nachmittag am 18. August in der Gemüsegärtnerei Breklingfeld in Nübel teilnehmen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Catherina Diedrich & Ida Herzberg

 

Fortbildungsangebot: Pflanzenschutz-Sachkundenachweis

Am Donnerstag, den 18. August 2022 lädt das Netzwerk Ökolandbau Schleswig-Holstein gemeinsam mit Bioland zur Gemüsegärtnerei Breklingfeld nach Nübel zu einer Fortbildungsveranstaltung für den Sachundenachweis im Pflanzenschutz ein; der Schwerpunkt liegt auf Regulierungsmöglichkeiten im ökologischen Anbau.

Anmeldungen bitte bis zum 12.08.2022

Weitere Informationen finden Sie im Terminkalender.

 

Hilfreiche Checkliste zu Vorsorgemaßnahmen nach EU-Öko-Verordnung für Bio-Betriebe

Seit Inkrafttreten der neuen EU-Öko-Verordnung müssen alle Bio-Betriebe ein Vorsorgekonzept umsetzen, um Kontaminationen mit unzulässigen Substanzen zu vermeiden. Kritische Punkte im landwirtschaftlichen Betrieb sind hier zum Beispiel der Saatgut- und Betriebsmitteleinkauf oder der überbetriebliche Maschineneinsatz. Vorsorge müssen nur im Einflussbereich des eigenen Betriebes getroffen werden. Der BÖLW hat nun gemeinsam mit Kontrollstellen eine praxisorientierte Checkliste für Vorsorgemaßnahmen für Betriebe entwickelt.

Weitere Informationen und Download der Dokumente

 

 
 
 
 

Einladung zur Fachtagung „Mehr Bio-Lebensmittel in Kommunen“

Die Fachtagung  „Mehr Bio-Lebensmittel in Kommunen“ des Netzwerks Ökolandbau Schleswig-Holstein findet am Donnerstag, den 15.09.2022 von 10.00-14.30 Uhr statt. Anhand von Vorträgen und Beispielen aus der Praxis wird aufgezeigt, welche wichtigen Aspekte es rund um Beschaffung, Kosten und Organisation von Bio-Lebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung gibt.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Verantwort­lichen der Verpflegung und Beschaffung in kommunalen Verwaltungen und bei freien Trägern, an politische Entscheidungsträger:innen und Küchenleitungen aus Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung.

Es ist auch eine tolle Möglichkeit sich mit anderen Akteuren aus der Branche auszutauschen!

Programm und Anmeldung

Anmeldefrist: 01.09.2022

 

Kompost aus Siedlungsabfällen

Ende Juli veranstalteten die Stadtreinigung Hamburg gemeinsam mit dem Ökoring im Norden und dem Netzwerk Ökolandbau Schleswig-Holstein einen Feldtag in Tangstedt zum Thema Kompost, Bodenfruchtbarkeit und Kartoffelanbau.

Das Biogas- und Kompostwerk Bützberg verwertet die Bio- und Grüngutabfälle aus Hamburg zu Biomethan und nährstoffreichem Qualitätskompost, der unter anderem auch von Gut Wulksfelde als Dünger eingesetzt wird. Durch eine besondere Siebtechnik werden Fremdstoffe wie Plastik entfernt. Der Kompost wird vor allem in der Landwirtschaft und im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt; Bedeutung kommt ihm auch als Torfsubstitut zu. Der Kompost verbessert durch Humusaufbau die chemischen physikalischen und biologischen Eigenschaften des Bodens. Es konnte beobachtet werden, dass duch Aufbringen des Komposts Mangelerscheinungen an Kalium, Magnesium und Bor in der Anbaukultur reduziert werden und dass durch regelmäßige Kompostanwendung weniger gekalkt werden muss. Auf den leichten Sandböden von Gut Wulksfelde konnte mit dem Kompost eine gute Wirkung erzielt werden: zwar seinen die Erträge nicht gestiegen, jedoch habe der Anteil vermarktungsfähiger Kartoffeln zugenommen und es wurde weniger Rhizoctonia-Befall verzeichnet.

 

 

Ökologische Bruderhahnhaufzucht bei Anns Biohof

Anfang Juli fand in Elmenhorst auf dem Bioland-Betrieb mit Bruderhahnmast von Lorenz Ann eine Betriebsführung zum Thema "Ökologische Bruderhahnaufzucht" statt. Seitdem das massenhafte Töten der männlichen Küken seit Anfang dieses Jahres verboten ist, stehen die Legehennenhalter:innen vor großen Herausforderungen: Um das Töten zu vermeiden, müssen die Brüder der Legehennen u.a. laut Bioland-Richtlinie, gemästet werden. Dies ist wegen der schlechten Gewichtszunahme und gerade vor dem Hintergrund der aktuell hohen Futtermittelpreise nicht wirtschaftlich ist. Eine Alternative stellen die Zweinutzungstiere der Ökologischen Tierzucht GmbH (ÖTZ) dar. Hinnerk Wiese aus Tröndel und Lorenz Ann berichteten von ihren Erfahrungen. Auch die Zweinutzungshühner haben gegenüber den Legehybriden einen höheren Futterbedarf und sind momentan aus ökonomischer Sicht keine Option. Daraus folgt, dass die Bruderhahnmast über die Eier subventioniert werden muss.

Larissa Ochel, Bruderhahn-Projektkoordinatorin von der Bio Handel Nord West GmbH, und Michael Voß vom Bauckhof sprachen über die Herausforderungen bei der Verarbeitung und Vermarktung des Bruderhahnfleisches: aktuell zeichnet sich kein erfreuliches Bild ab, das Fleisch ist sehr teuer, Verarbeiter setzen die Qualität des Bruderhahnfleisches mit jener von Suppenhühnern gleich. Michael Voß sieht aber großes Potential in der Gastronomie, denn bei richtiger Zubereitung seien die Bruderhähne geschmacklich besonders gut  - es ist also vor allem eine Frage der Zubereitung und letztlich des Marketings.

 

 

 
 

Erklärfilm zur Kleegraskompostierung

Die Kleegraskompostierung ist für viehschwache und viehlose Bio-Betriebe eine gute Möglichkeit, den eigenen Kleegrasaufwuchs intern zu verwerten. Erfahren Sie mehr dazu im Erklärvideo vom Fachbereich Ökologischer Land- und Pflanzenbau der Universität Kassel:

https://www.youtube.com/watch?v=4UDM1kyD9gY

 

Gründung des Dachverbandes ökologischer Pflanzenzüchtung in Deutschland

Bereits im Juni haben sich 12 ökologische Pflanzenzüchter zu einem Dachverband zusammengeschlossen. In der seit 1. Januar gültigen neuen EU-Öko-Verordnung ist die Öko-Pflanzenzucht ein neuer Schwerpunkt, angesichts der möglichen Überarbeitung des EU-Saatgut- und Gentechnkrechts ist das ein wichtiger Schritt, um die Interessen in der Öko-Branche und agrarpolitisch stärker vertreten zu können.

 

 

Ernährungsreport 2022: Klima- und Umweltaspekte beeinflussen Lebensmitteleinkauf

Laut des aktuellen Ernährungsreports des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sind der Mehrheit der Verbraucher:innen klima- und umweltfreundliche Lebensmittel sowie eine verbindliche Kennzeichnung der Tierhaltungsform wichtig. Hohe Erwartungen an Landwirtschaftsbetriebe werden in den Bereichen artgerechte Tierhaltung (66 %), faire Löhne (64 %), Qualität (60 %), umweltschonende Methoden (50 %), Verringerung gesundheitsbelastender Emissionen (48 %), Insektenschutz (46 %), regionale Vermarktung (45 %) und Offenheit/Transparenz (44 %) gestellt. Im Vergleich zum Vorjahr wird weniger Fleisch gegessen.

Zum Ernährungsreport

 

Online-Kurs zur Milchverarbeitung

Der Verband für handwerkliche Milchvearbeitung hat einen digitalen Kurs zur Milchverarbeitung geschaffen. Der Das Programm richtet sich an Anfänger:innen und erfahrende Milchverarbeiter:innen, die ihr Wissen auffrischen möchten. Neben den theoretischen Grundlagen werden die Teilnehmer:innen zu Hause selbst praktisch tätig und üben die Herstellung bestimmter Milchprodukte mit vorab zugesendeter Ausrüstung.

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