
Hof Maaskamp
Betriebsporträt
Claudia und Hannes Schumacher begannen 2011 mit der Umstellung ihres Marktfrucht-/ Veredelungsbetriebes. Sie starteten zunächst mit 17 ha und dem Schweinebestand als abgetrenntem Betrieb.
Inzwischen sind die restlichen Flächen für Futterbau, Getreide, Grünland, Hülsenfrüchte auch umgestellt.
Die Ferkel werden mit ca. 30 kg vom Naturlandbetrieb Dirk Hensen, Jübeck zugekauft, 4 Monate gemästet und mit 126 kg Lebendgewicht vermarktet. Gehalten werden sie in 2 Stallgebäuden, die für die Öko-Haltung so umgebaut wurden, dass jede Gruppe einen mit Stroh eingestreuten Auslauf nach draußen hat und zum Schutz den eingestreuten Stall aufsuchen kann. Es gilt das Rein-/Rausprinzip, so dass alle Tiere gleichzeitig in einen gereinigten Stall eingestallt und später auch zusammen ausgestallt werden. Danach kann der Stall wieder komplett gereinigt werden.
Die Fütterung erfolgt mit eigenem Getreide und Leguminosen sowie mit Triticalestroh. Es wird aber auch als Fertigmischung zugekauft, da während der Umstellung nur 30 % Umstellungsfutter eingesetzt werden darf. Der Bau einer weiteren Getreidehalle ist geplant, um das Futter nach Abschluss der Umstellung weitestgehend selbst herstellen zu können.
Die Umstellung des Ackerbaus und der Tausch der Pflanzenschutzmittelspritze gegen einen Striegel sind Hannes Schumacher relativ leicht gefallen. Triticale gedeiht auf seinen Flächen nicht so gut und er optimiert seine Fruchtfolgen immer weiter, aber insgesamt ist er mit der Entwicklung zufrieden.
6 Mutterschafe der Rasse Coburger Fuchs mit ihrer Nachzucht weiden auf dem Dauergrünland. Die Herde ist noch im Aufbau.
Betriebsspiegel
Betriebsfläche: 152 ha Ackerfläche, 2 ha Dauergrünland, (50 ha Eigentum und 102 ha Pachtland)
Naturraum und Bodenarten: Hügelland, sandiger Lehm
Bodenpunkte: 45-75, Ø 60
Niederschlag: Ø 700 mm pro Jahr, Ø 8°C Temperatur
Betriebsart/-schwerpunkte: Marktfrucht-/ Veredlungsbetrieb (Schweinemast)
Acker-/ Gemüsebau: Acker- und Futterbau
Fruchtfolge: Kleegras - Raps* - Wintergetreide (Dinkel oder Weizen) – Sommergetreide (Sommergerste, Hafer oder Sommerweizen) – Ackerbohnen - Wintergetreide
*Der Raps wird nur in Küstennähe angebaut, wo der Wind die Rapskäfer vertreibt
Fütterung: 30% des eigenen Getreides und der Leguminosen in Umstellung, Mastfutter von GS agri e. G., Triticale Stroh, Kleegrassilage.
Düngung: Mist, Gülle, Kooperation mit Legehennenhalter, der für Hühnermist Flächen erhält, Kooperation mit Michael Böging und Olaf von Lehmden A & L Pilzzucht Nutteln GbR zur Lieferung von Stroh im Tausch mit Champost als organischer NPK-Dünger aus Pilzsubstrat.
Schädlingsbekämpfung: keine
Tierhaltung: 420 Mastschweinplätze, Rassen Pietrain Eber, TOPIGS Sauen, ab sofort belegt mit Duroc Ebern u.a. zur Verbesserung der Pigmentierung gegen Sonnenbrand
2,8 Umtriebe/ Jahr, Futterverwertung: 1 : 2,9
6 Coburger Fuchsschafe, Muttertiere mit Nachzucht
Aufstallung: 1 Schweinestall Baujahr 2006 (Umbau zum Ökostall 2011, 220 Mastplätze),
1 Schweinestall 2006-2008 (Umbau zum Ökostall 2012, 200 Mastplätze),
Güllelager: Baujahr 1984 (900 m³)
Mitarbeiter: 1,0 AK Betriebsleiter, 0,1 AK Ehefrau, 0,2 AK Senior und 0,2 AK Erntehelfer
Auszubildende: keine
Anbauverband: Naturland
Vermarktung: Druschfrüchte: GS agri Niedersachsen, Kleegras: Rinderbetrieb, Mastschweine: Naturland Marktgesellschaft, Muhs Krummbek
Sonstiges: Hackschnitzelheizung mit eigenem Knickholz (10 km Knicks) für Haus, Altenteil und Werkstatt, zukünftig auch für Getreidetrocknung und ein Nachbarhaus.
11 kW Photovoltaik-Anlage
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