De Öko Melkburen GmbH

Betriebsporträt

Anette und Hans Möller bewirtschaften ihren BIOLAND-Gemischtbetrieb mit 100 ha und 30 Milchkühen, Nachzucht und Mastrindern der Rasse dt. Schwarzbuntes Niederungsrind (DSN) seit über 20 Jahren biologisch.

2011 schlossen Sie sich mit den Bio-Betrieben von Achim Bock und Heino Dwinger zusammen, gründeten De Öko Melkburen GmbH und vermarkten ihre Milch unter der Marke „4 Jahreszeiten Milch“.

2014 bewahrten sie die Meierei Horst vor der Schließung, indem sie mit Verbraucher*innen und Kolleg*innen eine Konsum- und Liefergenossenschaft gründeten, die heute 300 Bürger*innen und zehn Landwirten gehört.

„Elternzeit für Kühe“ nennen die Melkburen ihre muttergebundene Kälberaufzucht. Die Kälber leben 3 Monate bei ihren Müttern und saugen Milch am Euter so oft sie wollen. Sie lernen in dieser Zeit soziales Verhalten im Herdeverband und fangen schnell an Raufutter zu fressen und wiederzukäuen. So ist ihr Pansen nach einem Vierteljahr gut entwickelt. Im Herdenverband und ganzjährig auf der Weide wachsen die Jungtiere zu gesunden Milchkühen heran. Gefüttert werden die Rinder mit Gras, Heu, Heu- oder Grassilage sowie täglich mit „einer Handvoll“ gequetschtem Getreide im Winter.

Auch die männlichen Kälber bleiben auf dem Hof und werden 2 Jahre auf der Weide gemästet. Das kostet täglich bis zu 2 €, aber es ist möglich, da das Schwarzbunte Niederungsrind eine Doppelnutzungsrasse ist und viele Milchkunden auch das Fleisch kaufen. Die Milchleistung der Kühe beträgt durchschnittlich 4.000 l/Jahr. Die Kälber trinken davon ca. 1.200 l. Nach etwa 3 Monaten werden die Kälber abgesetzt, das heißt von der Milch entwöhnt. Die Kunden honorieren die artgerechtere Haltung mit rd. 2 € pro Liter Milch im Einzelhandel.

Die Rinder können an 365 Tagen auf eine Ganzjahresweide mit Wetterschutzdächern. 5 ha befinden sich für den Winterauslauf am Hof. 25 ha stehen ab Anfang Mai als Sommerweide zur Verfügung. Dort werden die Kühe in einem mobilen Melkstand gemolken. Das System der Kurzrasenweide hat bisher die besten Ergebnisse für den Betrieb und die Aufwertung des Standorts gebracht.

2019 wurde eine Solidarische Landwirtschaft (SolaWi) gegründet. Hiernach tragen die Konsumenten die Kosten des Hofes mit und teilen sich die Ernte. Eine Bio-Gärtnerin ist seitdem beschäftigt, um auf 1 ha Gemüse und Kräutern anzubauen. Im zweiten Jahr wurden 50 Ernteanteile ausgegeben, 70 sind für das 3. Jahr geplant. Die Solawistas erhalten Bio-Milch, Joghurt, Rindfleisch, Gemüse und auch die neuen Produkte des Sortiments Quark, Wiener Würstchen und Salami.

De Öko Melkburen haben aktuell zwei weitere Betriebe aufgenommen, die Hofgemeinschaft Löstrup und den Hof Elisabethheim in Havetoft.

Betriebsspiegel

Betriebsfläche: ca. 100 ha, davon 85 Dauergrünland und 15 ha Ackerfläche (davon 1 ha Gemüse) 44 ha Eigenland, ca. 56 ha Pachtland.

Naturraum und Bondenarte: Geestrücken und anmoorige Standorte.

Bodenpunkte: Durchschnittlich 14

Niederschlag: 830 mm

Betriebsart/-schwerpunkte: Gemischtbetrieb

Acker-/ Gemüsebau: Ackerbau: Kleegras und Getreide, 1 ha Gemüse,

Fruchtfolge: Ackerbau (Kleegras – Roggen - Kleegras - Hafer – Kleegras Gemüse, Dauergrünland, Streuobstwiese

Tierhaltung: 30 Kühe + Nachzucht +Mastrinder (insgesamt rd. 120 Tiere) dt. Schwarzbunte Niede-rungsrinder (DSN) Herdbuch Zuchtbetrieb

Milchleistung : 4.000 kg, 4,2 % Fett; 3,5 % Eiweiß

Aufstallung: Ganzjährige Weidehaltung mit Wetterschutzdächern

Düngung: mit Jauche und Mist

Mitarbeiter: 2 AKs für den landwirtschaftlichen Betrieb, 2 AKs ländliche Hauswirtschaft und 1 Gärt-nerin, 2 Aks für den Handelsbereich der Öko Melkburen.

Auszubildende: keine, evtl. ab Sommer 2020

Regenerative Energiegewinnung: 2 PV-Anlagen davon 1 Anlage mit Speicher für eigene Stromver-sorgung, Holzhackschnitzelofen für Wärmeversorgung

Anbauverband: Bioland

Verarbeitung der Milch: in der Meierei Horst eG zu pasteurisierter, nicht homogenisierter Milch, Quark im Schulenburger Verfahren und stichfester Natur-Joghurt.

Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung der Altkühe und Mastrinder bei Fleischer Fritze in Kalübbe. Verkauf als TK-Fleisch, frisch auf Bestellung und verarbeitet zu Wiener Würstchen, Bratwurst, Salami und Rindersticks.

Vermarktung: Großhandel, Naturkosthandel, Einzelhandel, Cafe´s, Online-Shop www.deoekomelkburen.de/shop/ und über die SOLAWI

Sonstiges: Demonstrationsbetrieb des Bundesprogramms Ökolandbau, Partner der Regionalwert AG. Mitglied der Nordbauern, Mitglied des Öko Marktverein HH,

Unsere Angebote

Öffnungszeiten Hofladen: der Hofladen ist heute der Ausgabeort der Ernteanteile und hat freitags von 15-18 Uhr und samstags von 10-13 Uhr geöffnet.