Biolandhof Andresen

Betriebsporträt

 Der Bioland-Hof von Babette und Claus-Jürgen Andresen wurde 1991 auf Öko umgestellt. Schwerpunkt ist die Legehennenhaltung mit eigener Aufzucht, die Eiervermarktung sowie der Futterbau. Außerdem werden Speisekartoffeln angebaut, Mutterkühe gehalten und Schweine „outdoor“ gemästet. Die Familie wirtschaftet auf 120 ha überwiegend auf Geeststandorten im Randgebiet zum Östlichen Hügelland mit sehr wechselhaften Bodenverhältnissen. 10 ha konnten über den Bio-Bodenfonds hinzugepachtet werden.
9.000 Legehennen der Rassen Domäne Silver (Legehenne und Bruderhahn sind eine Alternativzüchtung der Ökologische Tierzucht gGmbH ( ÖTZ) www.oekotierzucht.de), Novogen und Lohmann (Braun- und Weißleger) werden in drei Mobilställen mit je 1.500 Tieren und drei weiteren Ställen gehalten. 
Die Mobilställe hat Familie Andresen selbst entworfen und gebaut.
Ein Aufzuchtstall mit unterschiedlichen Temperaturzonen und verschiedenen Bewegungsebenen als „Trainingslager“ steht für das Erwachsenwerden der Küken zur Verfügung. Die Eintagsküken werden seit 2002 selbst aufgezogen. Das gewährleistet geschlossene Kreisläufe mit gesunden Küken. Mit 16 bis 18 Wochen ziehen die Küken in den Legehennenstall um.
Der Betrieb nimmt am EIP-Projekt „Seniorlegehennen teil. Ziel sind hier die Optimierung des Tierwohls und eine wesentliche Verlängerung der Haltungsdauer für vitale Seniorlegehennen im ökologischen Landbau. Die Legeperiode beträgt zirka 18 Monate. Auch die männlichen Küken werden gemästet und so vor dem „Schreddern“ bewahrt. Sie werden eigens unter dem Begriff „Bruderhahn“ vermarktet. Das Futter stammt aus eigenem Anbau (Getreide, Leguminosen, Kleegras). Seit 1995/96 wird es in der eigenen Futtermühle selbst gemahlen und gemischt.
Kartoffeln werden mit Tröpfchenbewässerung bewässert. So können zwei Drittel des Wassers gespart werden mit dem Nebeneffekt, dass die Kartoffelpflanze trocken bleibt und der Infektionsdruck mit Kraut- und Knollenfäule reduziert wird. Die Schläuche werden jedes Jahr neu in den 90-er Dämmen verlegt und vor der Ernte wieder aufgewickelt. Sie können mehrere Jahre wieder verwendet werden.
Ackerbohnen und Mais werden in Dammkultur angebaut. Die Hühner dürfen auf einem Teil dieser Felder laufen und sich mit dem Fressen der Beikräuter beschäftigen, mit dem Nebeneffekt, dass sie Schutz vor Greifvögeln haben.
Sohn Nico Andresen kümmert sich speziell um die 20 bis 25 Mutterkühe mit Nachzucht sowie um die Schweine der Rasse Bentheimer und Wollschweine, die auf einer „outdoor“-Fläche mit Kleegras und eigenem Futter gemästet werden.
Die Vermarktung der Eier und Kartoffeln erfolgt „direkt“ über Abo-Kisten, Naturkostläden, Gastronomie, Marktständen und andere Bio-Landwirte sowie über den Lebensmitteleinzelhandel. Bullen, Färsen und Getreide werden über die Bioland-Vermarktungsgesellschaft verkauft. Die Mitgliedschaft im Zusammenschluss „eieibio“ ist sehr nützlich zum Austausch von Erfahrungen und der Sicherstellung der Lieferfähigkeit – "www.eieibio.de/biolandhof-andresen.php".
Zum Nachhaltigkeitskonzept der Familie gehören eine Hackschnitzelheizung für geschreddertes Knickholz sowie zwei Fotovoltaikanlagen, mit deren Strom auch zwei Elektroautos aufgeladen werden, die unter anderem zum Ausfahren der Eier genutzt werden.

Betriebsspiegel

Betriebsfläche: 120 ha  (ca. 50% Ackerland, 20 % Kleegras und 30% Dauergrünland)
Naturraum und Bodenarten: Geest (Randgebiet zum Hügelland/ Mittelrücken)   anmooriger Sand mit Lehmkuppen, humose Senken, sehr  wechselhafte Bodenverhältnisse
Bodenpunkte: 18-45
Niederschlag: 850 mm/ Jahr, Trockenheit im Mai und vor der Ernte, oft Regen in der Ernte
Betriebsart/-schwerpunkte: Legehennen mit eigener Aufzucht, Acker- und Futterbau sowie Speisekartoffeln, eigene Futtermühle, Mutterkuhhaltung und Schweine in Outdoorhaltung.
Acker-/ Gemüsebau: Acker- und Futterbau, Kartoffel, Ackerbohnen und Körnermais
Fruchtfolgen:
Kleegras oder S-Roggen mit Kleegrasuntersaat -  Kleegras -  Mais oder S-Weizen – Bohnen -  Wintergetreide + Zwischenfrucht -  Kartoffeln
Kleegras  - Kleegras - Mais - S-Getreide  - W-Getreide + Wintererbse  -  S-Getreide
Beikrautregulierung: Neben den Kartoffeln werden auch Ackerbohnen  und Mais in Dammkultur angebaut. Hühner laufen in Ackerbohnen und Mais, hemmen so das Unkraut und sind beschäftigt.
Beregnung: Tröpfchenbewässerung in den Kartoffeln, die jährlich in den 90-er Dämmen verlegt und vor der Ernte  wieder entfernt und aufgewickelt wird
Tierhaltung: 3 Mobilställe à 1.5000 und 3 andere Ställe für die Legehennen (Rassen Novogen und Lohmann, Braun- und Weißleger), 1 Stall mit Temperaturzonen für die Aufzucht der Eintagsküken, 1 Stall mit 20-25 Mutterkühen (Limousin-Verdrängungskreuzung) und ihren Kälbern, Wollschweine und Schweine der Rasse Bunte Bentheimer  in Outdoorhaltung
Fütterung: Futter aus eigenem Anbau (Kleegras, Leguminosen, Getreide)  und Produktion des Schrots  in eigener Futtermühle  seit 1995/96.
MitarbeiterInnen: 3 Vollzeitkräfte für die Landwirtschaft, Minijobber zum Eiersortieren
Auszubildende: zurzeit keine, aber viele PraktikantInnen
Anbauverband:  Bioland
Vermarktung:
Kartoffeln und Eier: Sortierung in eigenen Sortieranlagen und Direktvermarktung an Abo-Kisten, Naturkostläden, Gastronomie, Marktständen anderer  Bio-Landwirte sowie an den Lebensmitteleinzelhandel.
Bullen, Färsen und Getreide: über Bioland-Vermarktungsgesellschaft 

Unsere Angebote

 Es gibt einen kleinen Verkaufsraum in dem die Kunden selbst Kartoffeln und Eier entnehmen und Geld hinterlassen können.