Netzwerk Ökolandbau Schleswig-Holstein

Liebe Interessierte des Netzwerkes Ökolandbau Schleswig-Holstein,

vor wenigen Tagen hat der Weltlimarat (IPCC) einen neuen Bericht zur Bewältigung der Klimakrise veröffentlicht. Die Treibhausgasemissionen müssten 2025 spätestens ihr Maximum erreichen und bis 2030 um 43 % verringert werden, damit sich die Erde wieder abkühlt. Gleichzeitig müsste auch der Methanausstoß um etwa ein Drittel reduziert werden. Die Land- und Forstwirtschaft könne noch in großem Umfang zur Minderung von Treibhausgas-Emissionen beitragen. Großes Potential wird in einer CO2-speichernden Landnutzung gesehen, wobei diese laut Bundesagrarminister Özdemir nicht die Emissionen der anderen Sektoren kompensieren dürfe. Der Krieg in der Ukraine stellt die Landwirtschaft nun vor weitere Herausforderungen, besonders die stark gestiegenen Energiepreise und Engpässe bei der Eiweiß-Futtermittelversorgung zeigen die Krisenanfälligkeit und legen nahe, dass regionale Kreisläufe gestärkt werden müssen. Obwohl auch vor allem die Versorgung der Tiere mit ökologischen Eiweiß-Futtermitteln aktuell erschwert ist, hat der Ökolandbau zumindest den Systemvorteil des möglichst geschlossenen Betriebskreislaufs mit der Vorgabe und dem Ziel weitgehend auf externe Inputs zu verzichten.

Im Folgenden finden Sie aktuelle Informationen zum Ökolandbau. Viel Spaß beim Lesen.

Catherina Schnoor & Ida Herzberg

 

 
 
 
 

Projekt zum Humusaufbau sucht 150 Betriebe

Foto: Netzwerk Ökolandbau SH

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Deutsche Bauernverband (DBV) suchen für das Projekt zum Humusaufbau in Ackerböden 150 ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe. Gemeinsam mit Expert:innen sollen die Landwirt:innen in den nächsten sechs Jahren standortangepasste, humusmehrende Maßnahmen auf ihrem Betrieb umsetzen. Wissenschaftlich wird das Projekt vom Thünen-Institut begleitet. Um den Humusaufbau und den Klimaschutz großflächig zu fördern, werden die gebündelten Ergebnisse der breiten landwirtschaftlichen Praxis zur Verfügung gestellt.

Zur Pressemitteilung des BÖLW

Eine Online-Informationsveranstaltung findet am 20.04.2022 statt. Zur Anmeldung

Weitere Informationen und Online-Bewerbung unter www.umfrageonline.com/c/humusprojekt

Bewerbungsschluss: 15.05.2022

 

Land fördert neue Verpackungsanlage für die BIO-FROST Westhof GmbH

Der Westhof erhält eine Förderung für die Anschaffung einer neuen Kleinverpackungsanlage, mit der tiefgefrorenes Gemüse nachhaltig in Papierfaltschachteln abgefüllt und bedarfsgerecht über den Lebensmitteleinzelhandel an die Endverbraucher:innen vermarktet werden kann. Bisher wurden in der Frosterei nur Vor- und Zwischenprodukte für industrielle Abnehmer hergestellt. Die neue Anschaffung ist für Schleswig-Holstein bisher einmalig.

Zur Pressemitteilung des MELUND

 

 
 

Podiumsdiskussion am 22.04.22 in Rendsburg: Auf dem Weg zu 30 Prozent Ökolandbau in Schleswig-Holstein

Die neue Bundesregierung hat im Koalitionspapier die Weichen für die Landwirtschaft der Zukunft gestellt. Für die hoch gesteckten Ziele muss der Weg noch geebnet werden –  auch im Landtag von Schleswig-Holstein. Am 8. Mai steht die zukünftige Agrarpolitik unseres Bundeslandes zur Wahl.

DIe Landesvereinigung Ökologischer Landbau in Schleswig-Holstein und Hamburg e. V. und der Bauernverband Schleswig-Holstein e. V.  sehen Diskussionsbedarf. Nicht zuletzt die Ukraine-Krise legt die derzeitige Agrarpolitik unters Brennglas. Wie kann die künftige Landesregierung auf die Klimakrise und das Artensterben reagieren ohne die akuten Herausforderungen aus dem Blick zu verlieren?

Zusammen mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft und Naturschutz möchten wir ausloten, wie die kommenden fünf Jahre zu gestalten sind, um mit vereinten Kräften die langfristigen Strategien wie „farm to fork“ und „30 Prozent Ökoland-bau bis 2030“ umzusetzen. Im Gespräch mit den Landtagskandidat:innen von CDU, Grünen, FDP und SPD wollen wir gemeinsam deren Agrar-Positionen auf den Prüfstand stellen.

Thema         Auf dem Weg zu 30 Prozent Ökolandbau in Schleswig-Holstein

Datum          22. April 2022, 13:00 bis 16:00 Uhr

Ort               Kammerhalle auf dem Norla-Gelände in Rendsburg

Moderation  Ann-Katrin Schröder, Moderatorin, bekannt aus Funk und Fernsehen

Am Podium  

Heiner Rickers, CDU, Abgeordneter des Landtages, Mitglied im Umwelt- und Agrarausschuss des Landtages
Kirsten Eickhoff-Weber, SPD, Landtagsvizepräsidentin, Mitglied im Umwelt- und Agrarausschuss des Landtages
Dirk Kock-Rohwer, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Bio-Landwirt, Kandidat für den Landtag
Oliver Kumbartzky, FDP, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion und Vorsitzender im Umwelt- und Agrarausschuss
Dr. Peter Boysen, Landesvereinigung Ökologischer Landbau SH und HH e. V.
Werner Schwarz, Bauernverband Schleswig-Holstein,
Präsident, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes
sowie Statements von weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Verbände aus Landwirtschaft und Naturschutz

 

   

 

Bündnis Eine Welt e. V. macht auf Flächendruck in Schleswig-Holstein und global aufmerksam

Die Flächenkonkurrenz nimmt weltweit zu. Schleswig-Holstein als Agrarland ist mit einer landwirtschaftlichen Fläche von 68,7 % (mit Wald-/Moorflächen: 81,4%) der Gesamtfläche besonders betroffen. Trotz der Bedeutung der Landwirtschaft  wird hier eine erhebliche Zunahme an Siedlungs- und Verkehrsflächen auf Kosten landwirtschaftlich genutzter Flächen beobachtet.

Die Organisation Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e. V. (BEI) hat ein Merkblatt zur Konkurrenz um die Ressource Boden in Schleswig-Holstein und global herausgegeben.

Zur Publikation

 

 

Die EU-Öko VO einfach erklärt

Foto: Netzwerk Ökolandbau SH

Auf der Internetseite des BÖLW  https://www.allesueberbio.de/ finden Verbraucher:innen und Interessierte einfache und übersichtlicher Erklärungen zu den gesetzlichen Grundlagen der Bio-Lebensmittelproduktion.

 

Bundeswettbewerb ökologischer Landbau 2023

Foto: Ökolandbau.de

Die Bewerbungsrunde für den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2023 ist gestartet. Gesucht werden innovative Betriebskonzepte von Bio-Erzeuger:innen bzw. Erzeugerorganisationen. Teilnahmeberechtigt sind alle Betriebe, die seit mindestens zwei Jahren nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zertifiziert sind.

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2022.

Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen

 

EU-Bio-Preis

Foto: Europäische Kommission

In diesem Jahr wird erstmalig der EU-Bio-Preis verliehen. Der Wettbewerb umfasst sieben Kategorien und acht Auszeichnungen und wurde von der Europäischen Kommission, der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss, der Europäische Ausschuss der Regionen und die Verbände COPA-COGECA und IFOAM Organics Europe initiiert. Es sollen Bio-Akteure entlang der Wertschöpfungskette ausgezeichnet werden, die den Umwelt- und Klimaschutz in der Landwirtschaft fördern und ihren Beitrag zur Umsetzung der EU-Biodiversitätsstrategie und der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ leisten.

Bewerbungsfrist: 8. Juni 2022

Weitere Informationen und Bewerbung

 

 

Neuordnung im Gastgewerbe

Im März wurde die Neuordnung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung Koch/Köchin veröffentlicht. Unter anderem soll ein stärkerer Fokus auf den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Teamfähigkeit und Gastgeberrolle der Auszubildenden gesetzt werden. Die Ausbildungen im Gastgewerbe sollen interessanter, arbeitsmarktnäher und passgenauer gestaltet werden. Für alle Ausbildungen, die ab dem 1. August 2022 beginnen, gilt das neue Recht.

Wir würden uns freuen, wenn in Folge dieser Modernisierung die Bio-Themen verstärkt in die Ausbildungsinhalte integriert werden würden. Mit unserem Projekt "Ökolandbau in der Ausbildung des Handwerks" setzen wir genau hier an und fördern den Austausch zu Bio-Themen zwischen den Berufsschulen und den Ausbildungsbetrieben.

Weitere Informationen

 

Podcasts zum Tierwohl

Foto: Netzwerk Ökolandbau SH

Der Podcast des Netzwerks Fokus Tierwohl thematisiert u. a. wie durch die Fütterung auch das Tierwohl von Schweinen verbessert werden kann und beschäftigt sich auch mit Beschäftigungsmaterial für Masthühner.

Zum Podcast

 
 
 
 
 

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