Netzwerk Ökolandbau Schleswig-Holstein

Liebe Interessierte des Netzwerkes Ökolandbau Schleswig-Holstein,

Frohes Neues Jahr 2023.

In unserem Januar-Newsletter haben wir wieder viele spannende Informationen, Termine und Veranstaltungen zum Ökolandbau für Sie zusammengestellt.

 

Viel Spaß beim Lesen.

Herzliche Grüße

Maraike Peters & Ida Herzberg

 

 

 
 
 

Ökolandbautagung des MLLEV 2023

Am Montag, den 27. Februar 2023 findet die Tagung "Perspektiven für den Ökolandbau - Bio-Markt in Bewegung" des Ministeriums für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) in Rendsburg statt.

Der Markt für landwirtschaftliche Produkte hat im letzten Jahr enorme Preissprünge erlebt und die Erzeuger verunsichert. Zudem wirkt sich die Verteuerung von Energie und Lebensmitteln auf das Einkaufsverhalten von Verbraucherinnen und Verbrauchern aus. Die Tagung informiert über Auswirkungen auf die Märkte für Bio-Lebensmittel und die Chancen für die Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Lebensmitteln auf lokalen, regionalen und nationalen Märkten. Weitere Informationen und Anmeldung

 

 

Schulen bieten Auszubildenden Spezialisierung im Bereich Ökolandbau an

Das Berufsbildungszentrum am Nord-Ostsee-Kanal (BBZ NOK) in Rendsburg bietet in der einjährigen Fachschule für Landwirtschaft den Schwerpunkt "Ökologischer Landbau" an. Der Öko-Unterricht erfolgt in den Fächern Tierische Erzeugung, Pflanzliche Erzeugung, Natur und Umwelt und Betriebsleitungstraining. Die anderen Fächer werden in der gesamten Klassengruppe des konventionellen Landbaus unterrichtet. Die Fachschule endet mit dem Abschluss zum/zur staatlich geprüften Wirtschafter/in des Landbaus Schwerpunkt Ökologischer Landbau.

Bis zum 28. Februar 2023 können sich Interessierte anmelden. Aufnahmevoraussetzungen sind eine abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich der grünen Berufe, das Abschlusszeugnis der Berufssschule sowie ein Jahr Berufspraxis in der Landwirtschaft.

Bei Fragen zur Anmeldung und Organisation können sich Interessierte beim Sekretariat des BBZ NOK melden: 04331 8414-0 Weitere Informationen

 

An den landwirtschaftlichen Berufsschulen in Rendsburg, Bad Segeberg und Husum gibt es seit dem Schuljahr 2019 eine Ökoklasse im dritten Ausbildungsjahr. In den einzelnen Fächern wird mehrheitlich Wissen zum Ökolandbau und zur Vermarktung von ökologischen Erzeugnissen vermittelt. Regelmäßige Exkursionen zu Bio-Betrieben und praktische Übungen ergänzen den Unterricht. Die praktischen Abschlussprüfungen der Landwirtschaftskammer können auf einem ökologisch wirtschaftenden Betrieb stattfinden.

Für die Ökoklasse ist vorab keine Anmeldung erforderlich. Am ersten Schultag, der u. a. im Bauernblatt bekannt gegeben wird, können die Auszubildenden die Klasse wählen. Bei Fragen zu Inhalten, Organisation und Anmeldung können sich Interessierte gerne bei den jeweiligen Ansprechpartner:innen melden:

BBZ Bad Segeberg, Sven Jantzen: 04551 95689-0, sven.jantzen@bbz-se.de

BS Husum, Lena Zirpins: 04841 8995320

BBZ NOK (Rendsburg), Sekretariat: 04331 8414-0

 

Das BMEL fördert den Ausbau der mobilen Schlachtung

Um die Vielfalt der landwirtschaftlichen Betriebe und die Wertschöpfung im ländlichen Raum zu stärken, will das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die mobile Schlachtung in Deutschland ausbauen. Im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung sollen insbesondere Projekte zur Entwicklung neuer Methoden und Ansätzen finanziell unterstützt werden. Antragsberechtigt sind neben Unternehmen auch Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen.

Eine mobile Schlachtung bedeutet für die Tiere weniger Verlade- und Transportstress und verändert auch die Arbeitssituation der Landwirtinnen und Landwirte. Unterstützt werden mit der neuen Fördermöglichkeit etwa Verfahren zur Verbesserung des Tierschutzes und Untersuchungen der Produkt- und Fleischqualität im Vergleich zu herkömmlichen Schlachtverfahren, die Neuentwicklung von teil- oder vollmobilen Schlachteinheiten und die Entwicklung von besseren Vermarktungsmöglichkeiten. Etwa für kleine Schlachtbetriebe, für Direktvermarkter mit konventioneller sowie ökologischer Haltungsform kann die Schlachtung im Herkunftsbetrieb ein Alleinstellungsmerkmal sein und somit die wirtschaftlichen Chancen verbessern. Besonders in den ländlichen Räumen und den Alpenregionen ist die Etablierung von mobilen Schlachtungen sinnvoll, um die regionale Wertschöpfung auszubauen und in ihrer Wirtschaftlichkeit zu stärken.

Auszug aus Pressemittelung des BMEL

 

 

 

Bildungsoffensive in Schleswig-Holstein

Das Bildungsministerium  (MBWFK) und das Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) starten eine Bildungsoffensive für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BiLEV). Landesweit sollen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen 1 und 2 fachübergreifend Inhalte zur nachhaltigen Erzeugung gesunder Lebensmittel vermittelt werden. Es gibt ein Akteursnetzwerk, bestehend aus Vertreter:innen aus den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung, Verbraucherschutz und Bildung. Die Pilotphase der Bildungsoffensive wird bereits Anfang 2023 starten. Das erste umfassende Bildungsprogramm wird dann zum Schuljahr 2023/2024 vorliegen. Die Bildungsoffensive wird in den nächsten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt werden. Das MLLEV hat für dieses Vorhaben 250.000 Euro im Landeshaushalt 2023 angemeldet.

Quelle: MLLEV

 

Ökolandbau an deutschen Hochschulen

Das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) hat untersucht, inweit die ökologische Landwirtschaft im Agrar-Studium Berücksichtigung findet. Hier ist die Zusammenfassung der Ergebnisse:

  • Ökolandbau ist in 19 Prozent der Studiengänge im Bereich Landwirtschaft, Gartenbau und Weinbau Pflichtinhalt vertreten.
  • 74 Prozent der Studiengänge bieten mindestens ein Wahlpflicht- oder Pflichtmodul zum Ökolandbau an.
  • 25 Prozent der Studiengänge bieten mindestens zwei Pflicht- oder Wahlpflichtmodule an und lassen somit eine gewisse Spezialisierung zu.
  • Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Ökolandbau vor allem dort vermittelt wird, wo es Ökolandbauprofessuren gibt.
  • Wie umfangreich Ökolandbau in den Studiengängen angeboten/vermittelt wird, hängt von den personellen Ressourcen ab (langfristige Verfügbarkeit der Dozentinnen und Dozenten).
  • Die Nachfrage der Studierenden nach Ökolandbaumodulen wird von vielen Studiengangsverantwortlichen und Dozentinnen und Dozenten als wichtiger Grund für das Angebot von Ökolandbau-Modulen gesehen. Wie groß die Nachfrage tatsächlich ist, sollte weiter untersucht werden
 

Eine Steigerung des Ökolandbau-Anteils führt zu einer höheren Artenvielfalt

Öko-Landbau sorgt auf unterschiedlichsten Wegen für intakte, resiliente Ökosysteme und mehr Artenvielfalt:

  • Auf über 95 Prozent der Bio-Fläche werden keinerlei Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Dort halten Bio-Bäuerinnen und Bauern mit robusten Pflanzensorten, vielfältigen Fruchtfolgen vorsorgend Bio-Pflanzen gesund. Chemisch-synthetische Pestizide sind nicht erlaubt, Herbizide und Gentechnik grundsätzlich ausgeschlossen. Das bringt Vielfalt auf Äcker und Wiesen, aber auch in Obstgärten und Weinberge: 35 Prozent mehr Feldvögel- und 23 Prozent mehr Insektenarten.*
  • Die Begrenzung der Stickstoffdüngung auf Bio-Höfen schützt Grundwasser, Flüsse, Seen und schließlich auch Meere vor „Todeszonen“.
  • Bio-Höfe düngen rein organisch, z.B. mit Mist, Kompost oder stickstoffanreichernden Pflanzen (Leguminosen). Synthetische Düngemittel („Kunstdünger“) sind tabu. So begrenzt sich die Düngermenge auf Bio-Flächen. Viele Wildpflanzenarten bevorzugen eher nährstoffarme Böden – damit bringt Bio die Fläche zum Blühen: So finden Bienen auf einem Hektar Bio-Getreideacker über 250 Blüten, auf konventionellen Äckern dagegen nur 0 bis 3.**

Quelle: Pressemitteilung des BÖLW

 

Neue Informationen zu Agroforst

Foto: Marcus Schmidt

Für Agroforst-Interessierte stehen neue Infoblätter zum Download zur Verfügung.  Das Themenblatt Nr.3 “Agroforstsysteme in der GAP ab 2023 – ein Überblick” informiert über die in Deutschland ab 2023 geltenden rechtlichen Regelungen und Fördervoraussetzungen zur Agroforstwirtschaft und soll somit zur rechtskonformen Umsetzung von agroforstlich genutzten Flächen beitragen. Themenblatt Nr.4 “Maschinen für den Einsatz im Agroforst” bietet einen Überblick über die Möglichkeiten der Mechanisierung in silvoarablen und silvopastoralen Agroforstsystemen.

 

 

Boden des Jahres 2023

Anknüpfend an das Motto des Weltbodentages "Soli - Where food begins" ist der Ackerboden der Boden des Jahres 2023. Damit steht in diesem Jahr die landwirtschaftliche Nutzung der Böden in Deutschland im Fokus. Aktuell wird gut die Hälfte der Fläche Deutschlands landwirtschaftlich genutzt, etwa 70 Prozent davon sind Ackerland. Ackerböden sind dabei geprägt von ihrer Nutzung. Durch eine nachhaltige Nutzung können die Eigenschaften sowie die Bodenfunktionen und Ökosystemleistungen von Ackerböden für Mensch und Umwelt langfristig erhalten oder gar verbessert werden.

Welche wichtige Rolle Ackerböden für den Menschen spielen, welche Herausforderungen es zu bewältigen gibt und welche Ansätze für eine standortangepasste Bodennutzung bereits existieren, darüber wird zu wenig gesprochen. Mit dem „Ackerboden“ als Boden des Jahres soll die gesellschaftliche Debatte über eine nachhaltige Nutzung der Ackerböden intensiviert werden (Umweltbundesamt, 2022).

 

Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler

Alle Schülerinnen und Schüler von Klasse 3 bis 10 aller Schulformen sind zum Wettbewerb eingeladen. Egal, ob im Klassenverband, in der Kleingruppe oder als Solist oder Solistin. Auch außerschulische Gruppen können teilnehmen.

Motto dieser Runde ist "Essen macht Schule! Bio, vielfältig und gesund!". TeilnehmerInnen können Lieder, Filme, Spiele Ptojekttage oder Ausstellungsexponate  zu den Themen Ökolandbau und Pausenverpflegung einreichen.

Einsendeschluss ist der 1. April 2023.

Mehr erfahren

 

Podcast-Tipp

Wie sich die Ökolgische Landwirtschaft in Deutschland von Region zu Region unterscheidet behandelt die Podcastreihe der DLG-Mitteilungen "Ökolandbau: Eine Frage des Standorts". Die einzelnen Artikel bzw. Folgen sind hier sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen wie Spotify, iTunes, Google Play etc. zu finden.

 

 
 
 
 

Die aktuellen Termine im Überblick