Netzwerk Ökolandbau Schleswig-Holstein

Liebe Interessierte des Netzwerkes Ökolandbau Schleswig-Holstein,

am 29.11.2022 findet die diesjährige Fachtagung vom Netzwerk Ökolandbau SH statt. Unter dem Motto "Gewässerschutz – den Systemvorteil Ökolandbau nutzen" tauschen sich Vetreter:innen aus der Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Wissenschaft zu den Vorteilen der ökologischen Landwirtschaft für den Gewässerschutz aus.

Zudem gibt es bei uns eine personelle Veränderung. Catherina Dietrich hat sich beruflich umorientiert. Bedanken möchten wir uns für ihre Arbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute. Wir freuen uns darüber, dass wir Maraike Peters zum 01.10.2022 als Projektleiterin für unser Netzwerk-Team gewinnen konnten. Sie ist Ökotrophologin und bringt sehr viel Erfahrungen aus ihren beruflichen Tätigkeiten in unterschiedlichen Bereichen der ökologischen Lebensmittelwirtschaft mit.

Viel Spass beim Lesen.

Maraike Peters & Ida Herzberg

 

 
 
 

MARAIKE PETERS

Zu meiner Person:
Ich bin verheiratet und lebe mit meiner Familie quasi um die Ecke in Osterrönfeld. Für den Arbeitsweg zum Grünen Kamp nehme ich gern das Rad.

Was bringe ich mit?
Ich bin Ökotrophologin und bringe eine ganze Menge Berufserfahrung aus der ökologischen Lebensmittelwirtschaft im Norden mit. Marktleiterin im Bio- Fachhandel,Bistro-Leitung in der Bio- Gastronomie und Vertriebsleitung in der Bio- Verarbeitung sind hier als wichtigste Stationen zu nennen. Daher kann ich von mir sagen, dass mir die Bereiche Lebensmitteleinzelhandel, Gastronomie/Außerhausverpflegung sehr vertraut sind.

Was verbindet mich mit der ökologischen Landwirtschaft?
Seit etwa 20 Jahren verbindet mich mein Privat- und Berufsleben mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln. Ich lege viel Wert auf regional und saisonal Erzeugtes. Diese beiden Aspekte erfüllen für mich in erster Linie Bio-Lebensmittel. Des Weiteren schätze ich die ökologische Anbauweise sehr, identifiziere mich mit ihr und engagiere mich gerne für sie.

Ziele:
Ich wünsche mir, dass alle Akteure der Wertschöpfungskette weiter sensibilisiert werden für ökologisch erzeugte Lebensmittel. Sie sollten fester Bestandteil in Strategien zur gesunden und nachhaltigen Ernährung sein. Außerdem sollte ihre Rolle für den Klimaschutz noch weiter in den Fokus rücken. Ich freue mich darauf mit meiner Tätigkeit beim Netzwerk Ökolandbau SH, ökologisch erzeugte Lebensmittel weiter in allen Teilen der Wertschöpfung zu etablieren.

 

Fachtagung am 29. November 2022: Gewässerschutz - Den Systemvorteil Ökolandbau nutzen

Auf die Fläche bezogener Tierbesatz und Verzicht auf mineralisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel sind die wichtigen Elemente, die das System Ökolandbau gewässerschonend machen. Allerdings ist Stickstoff im Ökolandbau dadurch in besonderem Maße Mangelfaktor. Umso wichtiger ist es, dass die Bewirtschaftungsmaßnahmen mit besonderer Umsicht durchgeführt werden, damit wertvolle Nährstoffe nicht verloren gehen. Mit Blick auf die vielen Vorteile des Ökolandbaus für den Gewässerschutz sprachen sich der Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW), der Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW ) und der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) in einer gemeinsamen Information im Mai 2021 für eine Ausweitung der ökologischen Landwirtschaft in Trinkwasserschutz- und Trinkwassereinzugsgebieten aus. Die Tagung zeigt den fachlichen Rahmen zum Thema Ökolandbau und Gewässerschutz auf und behandelt im Detail besonders neuralgische Punkte. Landwirte und Landwirtinnen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Land- und Wasserwirtschaft sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit den Vortragenden das Thema zu beleuchten und zu diskutieren.

Die Veranstaltung wird vom Netzwerk Ökolandbau Schleswig-Holstein der LVÖ veranstaltet, vom Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein (MLLEV) gefördert und mit Unterstützung des Bildungszentrums für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR) durchgeführt.

Einladung (pdf)

 

Mehr Bio in Kommunen

Am 15. September 2022 fand im Kieler Café mmhio unsere Fachtagung "Mehr Bio in Kommunen" statt. Rechtsanwalt André Siedenberg klärte über das Vergaberecht auf: ökologische Nachhaltigkeitsaspekte können in der Ausschreibung untergebracht werden. Bei Vergabeverfahren vielfältige Möglichkeiten, Bio in in der Ausschreibung unterzubringen. "Es geht nahezu alles, man muss es nur klug angehen".. In der allgemeinen Wahrnehmung herrscht das Vorurteil, die Verwendung von Bio-Lebensmittel verdoppele die Preise. Tina Zurek vom Ökomarkt Hamburg zeigte auf, dass es nach Kopenhagener Vorbild nicht nur darum geht, konventionelle Lebensmittel gegen Bio-Ware auszutauschen, sondern dass Rezepte angepasst werden müssen. Mehr erfahren

 

 

Mehr Solawi in Schleswig-Holstein

Der ÖKORING hat am 01. Oktober 2022 ein neues Projekt begonnen, in dem Infoveranstaltungen und Wissenstransfer zum Thema der solidarischen Landwirtschaft in Schleswig-Holstein durch das Landwirtschaftsministerium MLLEV gefördert werden. Das Projekt läuft bis zum Herbst 2023.

SoLawi steht für „Solidarische Landwirtschaft“ und bedeutet, dass Erzeuger*innen und Verbrau-cher*innen sich Risiko und Verantwortung teilen und es eine gemeinsame Absprache über den Anbau gibt. Verbraucher*innen werden zu Ernteteilenden und finanzieren den Bedarf des Hofes, unabhängig von der Erntemenge: Das Lebensmittel verliert seinen Preis und bekommt in übertragenem Sinne seinen Wert zurück. Die weit überwiegende Zahl der SoLawi- Betriebe werden als zertifizierte Ökobetriebe bewirtschaftet, grundsätzlich können aber auch Betriebe der konventionellen Landwirtschaft eine SoLwai betreiben. Weitere Informationen

 

Buchtipp: Gemeinwohlorientierte Erzeugung von Lebensmitteln

Das Buch von Prof. Dr. Albert Sundrum von der Universität Witzenhausen liefert erstmalig eine umfassende Systemanalyse der Lebensmittelerzeugung, gewährt nachvollziehbare Einblicke in komplexe Zusammenhänge der Agrarsysteme und setzt Impulse für eine zukunftsfähige Neugestaltung des Lebensmittelsektors.

Weitere Informationen

 

Handbuch zu tier- und umweltgerechter Schweinehaltung

Die biologische Landwirtschaft hat den Anspruch, dass Ferkel nicht nur gesund und robust sind, sondern auch umweltfreundlich aufgezogen werden. Und auch Mastschweine sollen ihr natürliches Verhalten ausleben können. Welche bezahlbaren Strategien hier möglich sind, haben das FiBL Schweiz und zahlreiche Partner in einem internationalen Forschungsprojekt in enger Zusammenarbeit mit der Praxis erprobt. Das gesammelte Wissen, inklusive inspirierender Praxisbeispiele, steht nun im FiBL-Shop als Handbuch gratis zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen

 
 
 
 

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