Netzwerk Ökolandbau Schleswig-Holstein

 
 
 

Ab diesem Schuljahr erhalten die Auszubildenden im dritten Jahr zum Beruf Landwirtin und Landwirt in Schleswig-Holstein zum ersten Mal die Gelegenheit in der Berufsschule in einer Öko-Klasse unterrichtet zu werden. Diese Regelung ist zunächst für zwei Jahre vereinbart. 
Die Landesvereinigung Ökologischer Landbau (LVÖ) hat sich seit vielen Jahren für ein besseres Berufsschulangebot zum Ökolandbau eingesetzt und freut sich, dass es nun soweit ist. 

Das Bildungsministerium (MBWK) eröffnete Anfang April eine umfassende Anhörung aller Beruflichen Schulen, Träger, der Landwirtschaftskammer und aller Verbände mit folgendem Wortlaut: „Das MBWK beabsichtigt daher die Einrichtung von insg. drei (3) Bezirksfachklassen für die Auszubildenden an ökologisch geführten landwirtschaftlichen Betrieben für das dritte Jahr der Ausbildung an den Standorten BS Husum, BBZ am NOKin Rendsburg und BBZ Segeberg zunächst als Pilotphase für zwei Jahre befristet. 
Nach der Pilotphase erfolgt eine Evaluation auf deren Grundlage die Beibehaltung oder Anpassung der Regelung erfolgen wird.“ 

Noch haben wir den Beschluss nicht vorliegen, wir gehen aber davon aus, dass es so kommen wird, wie in der Anhörung angegeben. 
Die Landwirtschaftskammer wird als zuständige Stelle die Auszubildenden und Ausbilder der betroffenen Betriebe zeitnah informieren und für Rückfragen Ansprechpartner im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, sowie an den drei Schulstandorten Husum, Rendsburg und Bad Segeberg benennen.

 

Am 3. und 4. Juli überzeugten sich rund 11.000 Besucher*innen von der Innovationskraft der Ökologischen Landwirtschaft. 
Mit fast 350 Ausstellenden, 1.200 Demoparzellen mit 70 Kulturen, in Fachforen & Stallgesprächen, auf 50 Maschinenvorführungen, Neuentwicklungen und Prototypen in Tierhaltung, Pflanzenbau und -zucht  präsentierte sich die Öko-Messe auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen als perfekt organisierter, vielfältiger und lebendiger Branchen-Treffpunkt.
Weitere Informationen unter https://www.oeko-feldtage.de/presse  und auf den Seiten des Veranstalters dem Fibl.

 

Anlässlich des 60. Geburtstags von Brot für die Welt wurde auf dem Biohof Spannbrück mit dem Bio-vonhier-Netzwerk, dem Kirchenkreis Schleswig-Flensburg und der Gemeinde Toestrup ein informatives Hoffest gefeiert. Das Motto des Tages war: "Was hat Essen mit Welternährung zu tun?" 

Es war ein wundervolles Regiofest an einem schönen Tag bei strahlendem Sonnenschein.
Vom Gottesdienst über die Vorträge bis zum Essen, Kaffeetrinken, Spielen, Basteln und Klönen auf der Wiese gab es viele Begegnungen und gute Anregungen, wie man mit seinem (Einkaufs-) Verhalten Einfluss nehmen kann.  Zum Artikel über das Regiofest geht es hier.

 

Rund 2.500 Besucher folgten am Sonntag den 7.7. der Einladung des Lindhofs, dem Versuchsgut der Uni Kiel. 
In diesem Jahr standen die Themen Ökoeffizienz, Biodiversität und klimafreundliche Milchproduktion im Mittelpunkt. 
Die Besucher*innen konnten die derzeitige Feldversuche besichtigen oder sich den Kuhstall und das innovative Weidehaltungssystem für Milchrinder erklären lassen. Gezeigt wurden unter anderem Emissionsmessungen klimarelevanter Gase aus landwirtschaftlichen Nutzflächen sowie Möglichkeiten, die Biodiversität von Futterflächen zu erhöhen.
Mit einem speziellen Gerät wird der Methangehalt in der Atemluft der Jersey-Kühe gemessen und untersucht, ob sich der Gehalt des klimaschädlichen Gases durch die Zusammensetzung des Futters und die Fütterung verschiedener Kräuter mit spezifischen Sekundärstoffen (z.B. Tanninen) verringern lässt.
Die kleinen, zierlich gebauten Jerseys sind frühreif und leichtkalbig. Sie beweiden Dauergrünland und Kleegrasflächen in idealer Weise und nutzen so relativ günstiges Futter. Ihre Langlebigkeit verspricht eine lange Nutzungsdauer. Die Milchmenge erreicht im Durchschnitt nur 5.000 Kilogramm, aber der hohe Fettgehalt (> 5%) und der hohe Eiweißgehalt (ca. 4%) machen die Milch zu einem begehrten Produkt für die Käseproduktion.
Durch Kreuzung mit Fleischrassen (z.B. Angus) werden männliche Tiere erzeugt, die gemästet werden können.
Die Fähigkeit der Weideflächen klimaschädliches CO2 als Kohlenstoff im Boden zu binden, steigt mit der Kombination tief- und flachwurzelnder Gräser und Kräuter durch die größere Wurzelmasse. Gleichzeitig wird die Wasserspeicherkapazität durch eine starke, tiefe Durchwurzelung und durch Artenreichtum verbessert, so dass Trockenperioden leichter überstanden werden. 
Ein möglichst hoher Anteil stickstoffbindender Leguminosen im Grünland und in der Fruchtfolge (z.B. Kleegras und Ackerbohnen) ermöglich zusammen mit der hofeigenen Gülle eine autarke Stickstoffversorgung des Hofes.

Der Lindhof ist einer der vier Versuchsbetriebe der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Die 182 Hektar werden für Grünland und Ackerbau genutzt. Auch Kühe, Schweine, Hühner und Bienen werden auf dem Lindhof gehalten. Viele hofeigene Produkte werden direkt vor Ort im Hofladen verkauft.

Das agrarpädagogische Angebot „Landwirtschaft mit allen Sinnen erleben“ wurde ebenfalls vorgestellt. Es richtet sich an Schulen und Kindergärten. 

Mehr Informationen über die wissenschaftliche Arbeit des Lindhofs und der Abteilung Grünland und Futterbau/ Ökolandbau der CAU Kiel erhalten Sie hier.

 

Die FiBL Projekte GmbH hat wieder den Zuschlag zur Koordination und Durchführung des Traineeprogramms Ökolandbau von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) erhalten. 

Aktuell befindet sie sich in der Konzeption des nächsten Durchlaufs (2019/2020). Weitere Informationen zu Bewerbungsfristen und dem Ablauf des Programms finden Unternehmen und Bewerber*innen zeitnah hier.

 
 
 
 

Die aktuellen Termine im Überblick