Saatgutproduktion - Felderführung bei der Hansen GbR auf Fehmarn

Auch der Winterweizen "Tobias " war sehr sauber.

Bei strahlendem Sonnenschein zeigte Astrid Hansen ihre Flächen zur Saatgutproduktion von Weizen, Dinkel, Hafer, Gerste und Roggen auf Fehmarn.

Der Betrieb nimmt am Programm "Kleinteiligkeit im Ackerbau" teil und legt Blühstreifen zwischen den Parzellen an, die von den Insekten gut angenommen werden.

Die Fruchtfolge startet mit einer Kleegrasmischung, die 2 Jahre stehengelassen wird.  Es folgen ein Getreide, Leguminosen (z.B. Ackerbohnen) und am Ende wieder Getreide. 

Schafe beweiden die Kleegrasflächen. Es wird nachgemäht, um die Disteln zu bekämpfen. Ein konventioneller Nachbar macht bis September bis zu 3 Schnitte, füttert das Kleegras an seine Kühe und gibt dafür den Mist zurück.

Ende August des 2. Jahres werden die Kleegrasflächen mit einer Scheibenegge umgebrochen, damit der Stickstoff für das nachfolgende Getreide mineralisiert.
Da es auf Fehmarn viel Ackerfuchsschwanz gibt, werden Weizen und Roggen erst Mitte Oktober gedrillt.

Distel werden besonders durch die Frühjahrsfurche vor dem Anbau von Sommerung bekämpft.
Astrid Hansen rät nur bei guten Bedingungen zu säen und den Weizen nicht zu früh in de Boden zu "schmieren"

Hansens hacken und striegeln wenig. Sie setzen gegen die Beikräutern auf hochwüchsige Sorten, die den Bestand schnell schließen sowie auf eine Fruchtfolge, die zwischen Winterung, Sommerung und Leguminosen wechselt oder winterharte Zwischenfrüchte enthält, die den Boden noch bis November aktiv durchwurzeln.