Veranstaltungsrückblick: Bio kann jeder – Nachhaltig essen in Kita und Schule / Schwerpunkt: Preisentwicklung bei Bio-Lebensmitteln, nachhaltige Speiseplanung

Am Dienstag den 08.11.22 hat das Netzwerk Ökolandbau SH die Veranstaltung Bio kann Jeder - Nachhaltig essen in Kita & Schule/ Schwerpunkt: Preisentwicklung bei Bio-Lebensmitteln, nachhaltige Speiseplanung. Thomas Börkey-Biermann, Geschäftsführer der Ökoring Handels GmbH hat zunächst über die Preisentwicklung von Bio-Lebensmitteln referiert. Er stellte eingangs fest, dass Bio-Lebenmittel das Makel "zu teuer zu sein" irgendwie nicht los wird. Dabei ist es heute so, dass sich nachweislich jeder BIO leisten kann, vielleicht mit Ausnahme einiger Produktgruppen, wie zum Beispiel Fleisch. Er setzt sich dafür ein, dass die Menschen in Deutchland ein Verständnis dafür entwickeln, dass es wichtig ist jetzt zu handeln, heißt mehr auf die nachhaltigeren ökologisch erzeugten Lebensmittel zu setzen im Privaten, aber eben gerade auch im Bereich der Außer-Haus-Verpflegung. Denn es ginge nicht nur um die eigene Gesundheit, sondern auch um die der anderen und vor Allem auch um eine gesunde Umwelt und Natur. Direkt zum Thema Preisentwicklung möchten wir uns auf den Artikel von Anina Spannhake aus dem Bremer BioStadt-Newsletter beziehen. Bei Lebensmitteln haben wir im Vergleich von September 2021 zu September 2022 eine Preissteigerung von 18,7 % (vgl. Verbraucherzentrale, 2022 in BioStadt- Bremen Newsletter).

Als Konsequenz kaufen Verbraucher:innen preisbewusster ein. Das führt zu einer geringeren Nachfrage auf den Märkten. Nun da Konsument:innen hohe Preise gerade bei Bio-Lebensmitteln fürchten bleiben sie diesem Markt fern. Das wiederrum führt dazu, dass die Preise für Bio-Lebensmittel derzeit stabil bleiben (vgl. Ökolandbau 2022 in Newsletter BioStadt Bremen Nov 22).Gerade regionale Biolebensmittel sind auf langfristig im Preis stabiler. Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung. Denn die Transportwege für regionale Bio-Lebensmittel sind wesentlich kürzer, und somit kostensparender, als jene Bio- und konventionellen Lebensmittel im Discounter. Außerdem fallen im Bio-Sektor, speziell im Naturkostfachhandel und auf dem Wochenmarkt, oftmals große Menge an Verpackungsmüll weg. Hinzu kommt, das bei der Herstellung von Bio-Lebensmitteln keine Kosten für konventionellen Dünger anfallen.(vgl. Verbraucherzentrale, 2022 in BioStadt-Newsletter). Fazit: Es lohnt sich durchaus auch über den Tellerrand zu schauen und auch jetzt Bio-Lebensmittel zu kaufen, natürlich möcglichst aus der Region.

„Nachhaltigkeit ist in der hart umkämpften Lebensmittellandschaft eindeutig zu einem wichtigen Differenzierungsfaktor geworden“ schreibt Hanni Rützler im aktuellen Food Report. Nachhaltigkeit gilt als das absolute Top - Thema gerade auch in der Gemeinschaftsverpflegung. Eine super Chance für Bio-Lebensmittel finden wir. Denn Nachhaltigkeit wird zum Synonym für Qualität. In der Küche könnte der Ansatz der Planetary Health Diet ein gutes Ansatz sein um nachhaltiger zu werden. Sie beinhaltet im Groben folgende drei Aspekte: Den Einsatz von pflanzlichen Lebensmitteln verdoppeln, jenen von Fleisch und Zucker halbieren und eine generelle Reduktion von Lebensmittelabfällen.

 

Quelle:

- Gemeinschaftsredaktion. Oktober 2022. Steigende Lebensmittelpreise: Fakten, Ursachen, Tipps. Verbraucherzentrale Deutschland. Online zu finden unter: Steigende Lebensmittelpreise: Fakten, Ursachen, Tipps | Verbraucherzentrale.de

- Ökolandbau. Oktober 2022. Monatsbericht Oktober. Kompetenznetzwerk Ökolandbau Niedersachsen GmbH. Online zu finden unter: https://www.oeko-komp.de/monatsberichte/

- Anina Spannhake. November 2022. Der Newsletter der BioStadt Bremen. Ausgabe 7