Milchproduktion mit Melkroboter - Betriebsführung bei Familie Iding in Bosau/ Braak

Was wird eigentlich aus der Milch? Gemeinsame Verkostung der Arla-Produkte.

Jan Iding, der nächstes Jahr den Demeter-Betrieb der Eltern übernimmt, erklärte den anwesenden Bio-Kollegen und umstellungsinteressierten Landwirten wie die Arbeit mit dem Melkroboter organisiert ist.
Die 80 Rot- und Schwarzbunten Kühe werden bis zu 4 x gemolken. Der Durchschnitt liegt bei 2,4 Melkungen/ Tag. Die Gruppen halten sich daher im Sommer zeitweise im Liegeboxenlaufstall und auf der Weide auf.
Sie erhalten 0,5 kg Kraftfutter aus 10% Ackerbohnen und 80% Gerste oder Roggen am Futtertisch. Im Roboter werden sie per Transponder mit einem Schrot aus 15 % Rapsschrot, 20-25 % Körnermais, 15 % Ackerbohnen und 45-50 % Getreide gefüttert. Das Futter wird mit einer mobilen Mahl- und Mischanlage im Lohn produziert. Außerdem finden die Tiere am Futtertisch Silage aus Kleegras oder dem Schnitt des Dauergrünlandes vor.
Der Melkroboter bedeutet für die Idings eine Arbeitserleichterung, sie füttern dadurch aber etwas mehr Kraftfutter. Die Kühe geben durchschnittlich 7.000 l Milch/Jahr mit Gehalten von 4,2% Fett und 3,3% Eiweiß.
Die Milch wird an die Meierei Hansa Arla, Upahl geliefert, die im Juni 2016 23,5 Cent + 21 Cent Bio-Zuschlag zahlt.  100 l werden wöchentlich als Rohmilch von Privatkunden in Flaschen gekauft.
15 Schwarzbunt x Limousinkreuzungs-Bullen und Färsen werden gemästet und nach ca. 22 Monaten mit einem Gewicht von 450 kg geschlachtet.
Ihr Fleisch geht in 10 kg Paketen an Privatkunden oder an Landwege EVG in Lübeck, für ihre 5 Bio-Supermärkte und Bistros.

Ein Rundgang führte schließlich zu den Schlägen mit Dinkel (Zollernspelz), Mais (Collise, Burli), Ackerbohnen (Fuego) und Weizen (Elexir) mit Informationen zu Fruchtfolgen, Saatstärken, Düngung und Bodenbearbeitung zur Beikrautbekämpfung.
Die Führung endete mit einer Verkostung der Arlaprodukte (Milch, Buttermilchquark, streichfähige Butter mit Rapsöl, Joghurt). Arla stellt auf seinen Produkten die Erzeuger vor. Jan Iding ist auf dem Joghurt zu sehen.