Söth´s Bioland

Betriebsporträt

Gunnar Söth stellte den elterlichen Betrieb 1993 auf ökologischen Landbau um und schloss sich dem Anbauverband Bioland an. Er produziert heute im Freiland und in Folientunneln eine Vielzahl von Gemüse- und Kartoffelsorten. Außerdem werden  auf 2 bis 4 ha Erdbeeren angebaut.
Auf 4 ha Grünland weidet einen kleine Herde Ostfriesischer Milchschafe mit ihren Lämmern, die von der gelernten Schäferin Sina Söth betreut werden. Auch Hamburger Vorwerk-Hühner, eine alte, vom Aussterben bedrohte Rasse, die viele Eier legt, gerne brütet und auch Bruderhähne mit akzeptablem Fleischansatz hervorbringt,  werden von ihr gezüchtet.

Angebaut werden bis zu 18 Kartoffelsorten. Vor der Pflanzung wird der Boden separiert: Steine und Erdklumpen werden in Steintrassen unter den Fahrgassen abgelegt.  In 5000 Vorkeimkisten werden  Pflanzkartoffeln für ca. 30 ha vorgekeimt,  womit das Risiko größerer Ertragsausfälle durch die Kraut- und Knollenfäule minimiert wird.
Auch die Kooperation mit Hof Backensholz, der Söth Flächen verpachtet und die Kartoffeln in seine Fruchtfolge integriert, gewährleistet eine  6 bis 10 jährige Anbaupause und beugt  Kartoffelkrankheiten und Schädlingen wie dem Drahtwurm vor.

Durch die Kooperation und den Austausch von Gemüse mit anderen Bio-Gemüseanbaubetrieben kann Gunnar Söth ein breites regionales Sortiment anbieten, das über den Abo-Kisten-Service seines Bruders Renke, auf Wochenmärkten in Hamburg sowie über den Naturkostfachhandel vermarktet wird.

Eine Kühlung für 300 t Kartoffeln erlaubt  bis Juli die Vorratshaltung von Speisekartoffeln.
Seine Schwester Gönke Söth hat die Leitung der Kartoffelschälung übernommen, so dass wöchentlich ca. 3 t geschälte Kartoffeln (aus ca. 4 bis 5t Rohware) an verschiedene Caterer und die Gastronomie verkauft werden können.  Die Kartoffeln werden  verpackungsmüllsparend in 350 kg Plastikpfand-Boxen in Wasser oder auch  in 8 kg -Beuteln vakuumiert  zu den Kunden transportiert.

Dass sich ökologisches Denken und Handeln nicht aufs Essen beschränkt, verdeutlichen eine Hackschnitzelheizung für eigenes Knickholz, die Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung mit Solarthermie, eine 120 KW Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung sowie die Solartrocknung in der Lagerhalle für Schüttgut.

Betriebsspiegel

 

Betriebsfläche:  50 ha, davon ca. 25 ha gepachtet, Flächen-Kooperation mit Bioland-Betrieb Metzger-Petersen (Hof Backensholz, Oster Ohrstedt).

Naturraum und Bodenarten: Geest, lehmiger Sand

Bodenpunkte: 25-35

Niederschlag:  750 mm

Betriebsart/-schwerpunkte:  Kartoffel- und Gemüsebau, Freiland und 600 m² Folientunnel

Acker-/ Gemüsebau:  Kartoffeln, Erdbeeren (2 ha ), Möhren, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Salat, Radieschen, Lauchzwiebeln, Zuckermais, Buschbohnen, Mangold, Brokkoli, Porree, Gurke & Tomate, Zucchini, Kürbis, Rote Bete und Kohl

Fruchtfolge: Auf Kooperationsflächen mit Backensholz: Kleegras, Futtermais, Kartoffeln, Grassamen, Dinkel, Getreide, Kleegras.
auf Gemüseflächen:  permanenter Wechsel

Düngung: Futter-Mist Kooperation mit Hof Backensholz (Einsatz von Rindergülle), Patentkali für das Gemüse.

Krankheiten und Schädlinge: Schädlinge spielen eine geringe Rolle durch häufigen Wechsel in der Fruchtfolge. Einsatz von Kulturschutznetzen bei Kohlarten, Radieschen. Bei Bedarf Kupfereinsatz bei Kartoffeln zur Prophylaxe vor Krautfäule.

Tierhaltung: 7 Mutterschafe und Nachzucht weiden auf 4 ha Grünland, Rasse Ostfriesische Milchschafe, gemischt mit Coburger Fuchsschaf und Norwegisches Spaelsau

9 Hamburger Vorwerk-Hühner: alte, vom Aussterben bedrohte Rasse, legt viele Eier, brütet gern und prodziert akzeptable Masthähnchen

Aufstallung: Unterstand für die Schafe

Mitarbeiter: 4 Vollzeit, 19 geringfügig Beschäftigte, diverse Aushilfen in der Ernte

Auszubildende:  1

Anbauverband:  Bioland

Vermarktung:  4 Hamburger Wochenmärkte über Söth’s Bioland Markt GbR, Naturkosthandel, LEH (geringe Mengen), Kantinen/Gastronomie, Abokiste "Söth's Biokiste" (Renke Söth), geplant solidarische Landwirtschaft über Abo-Kisten. Geschälte Kartoffeln an Bio-Kinderküchen in HH  und Gastronomie.
Erdbeeren: Zwergenwiese,  Selbstpflücker und Direktvermarktung

Unsere Angebote

 

Öffnungszeiten Hofladen: kein Hofladen, aber 2 Einkaufstage bei Söth’s Abo Kiste  (Firma von Bruder Renke Söth)